Matthias Heim / Triathlon

News vom 17.01.2006
Für mich ist heute ein historischer Tag. Wochenlang habe ich an der
Triathlon-Webzeitung „trizeit“ gebastelt, die ab sofort hier – und das ganze völlig kostenlos – downgeloadet werden kann.

Um die erste Ausgabe ansehen zu können, müssen Sie sich zunächst unter

http://www.digitalwebbooks.com/reader/

den DNL-Reader runterladen. Danach können Sie durch Anklicken des Covers das Magazin (ca. 3 MB) downloaden.

Voraussetzung ist ein Windows-Betriebssystem (Windows 2000 oder XP). Zum Lesen der „trizeit“ müssen Sie dann nicht mehr online sein.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

News vom 05.10.2005
Matthias Heim (Soprema-Team MTG Mannheim) ist zurück auf der Triathlonbühne - auf Elba setzt der 28-Jährige von finisher concepts nach 14 Monaten Wettkampfpause mit Rang drei ein Ausrufezeichen und bleibt auf schwerer Strecke unter neun Stunden. Nur 13 Wochen hatte er sich auf diesen Wettkampf vorbereitet. Hier ist sein Erlebnisbericht von einem ungewöhnlichen Rennen:

120 Starter hatten für die erste Auflage des Elbaman gemeldet und schon die geringe Teilnehmerzahl deutet auf ein sehr familiäres Rennen hin. Dennoch war das Starterfeld für ein zwei Wochen vor dem ...
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Sie möchten wie Matthias Heim effizient trainieren oder haben den Traum, einen Marathon oder Ironman durchzustehen? Professionelle Unterstützung gibt´s bei finisher concepts - Seminare und Trainingsbetreuung
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... Ironman Hawaii angesetztes Langdistanzrennen sehr gut besetzt - das hohe Preisgeld lockte neben der kompletten italienischen Langdistanzelite (Federico Girasole, Diego Gazzari, Gianpetro De Faveri) auch den Zweiten des Ironman Neuseeland 2002, Jonas Colting (Schweden), den Belgier Lucky Berlage (5. des Ironman Zürich 2004), den Australier Chip van Halen Slater (EJOT Team Buschhütten/ 6. des Ironman UK 2005) an den Start. Aus deutscher Sicht vertraten neben mir Josef Deisenbeck (Erding/ 12.) und Alfred Rahm (Amberg/ 13.) die deutschen Farben in den Top-20.

Das familiäre Flair wurde auch durch den ständigen Kontakt zu Organisator Marco Strotti ständig gepflegt. Wir wohnten in einem (in der Nebensaison günstigen) schönen Apartment nur 50 Meter von Start und Ziel entfernt, was das ganze Vor-Wettkampf-Geplänkel doch sehr angenehm machte. Dennoch zweifelte ich im Vorfeld, ob es den Organisatoren gelingen würde, einen guten Wettkampf zu organisieren, da zu Beginn vieles hakte. So war z.B. das Wettkampfbüro zu den angegebenen Zeiten nicht besetzt oder wurde die Pasta-Party ohne Ankündigung um fünf Stunden vorverlegt. Bei der Wettkampfbesprechung wurde uns mitgeteilt, dass die Strecke für den Verkehr komplett frei ist und selbst zehn Minuten vor dem Start konnte mir niemand 100% sicher die Schwimmstrecke erklären.

Doch allen Schwierigkeiten zum Trotz war das Rennen sehr gut organisiert. Am frühen Sonntagmorgen waren die Straßen in der ersten von zwei Radrunden noch frei, in der zweiten Runde sorgten die vielen Begleitmotorräder für einen fast reibungslosen Ablauf. Die Laufstrecke führte auf jeder der vier sehr zuschauerfreundlichen Runden jeweils zweimal an der Strandpromenade vorbei und durch die Stadt hindurch, war schnell und gut zu durchlaufen.

Alles in allem war der Elbaman ein sehr schönes Rennen mit großem Potential, da es dort landschaftlich sehr schön ist und der Zeitpunkt der Austragung meiner Ansicht nach nicht schlecht gewählt ist - gerade für diejenigen, die nicht nach Hawaii wollen, aber trotzdem den ganzen Sommer über trainieren. Das darf aber nicht über viele Unzulänglichkeiten hinweg täuschen, die die Organisatoren bis zum nächsten Jahr ausmerzen müssen.

Während die Verpflegung beim Laufen absolut top war, gingen die Athleten beim Rad fahren trotz insgesamt sieben Aid-Stations oft leer aus. Glücklicherweise war es mit Temperaturen um die 20 Grad nicht besonders heiß, sodass dies die meisten Athleten mit der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme über die Runden kamen.

Probleme dürfte in Zukunft noch der rutschige Asphalt bereiten, der bei der Premiere zu zahlreichen Stürzen führte. Gerade wenn es leicht regnet ist es fast eine Kunst, auf dem kurvigen Parcours ohne Schürfwunden davon zu kommen. Als mangelhaft kann auch die Zielverpflegung und Massage bezeichnet werden. Insgesamt bleiben aber tolle Erinnerungen an dieses Rennen. Und nun noch kurz zu meinem persönlichen Wettkampf:

Schwimmen: Die zwei Runden in der wunderschönen Bucht von Marina di Campo hatten es ganz schön in sich. Hohe Wellen machten uns das Leben auf den 3,8 Kilometern schwer, zudem waren die kleinen Bojen nur schwer zu erkennen. Umso erfreuter war ich, dass ich mich in der Verfolgergruppe mit den topgesetzten Federico Girasole, Lucky Berlage und Joszef Major (Ungarn) halten konnte und ohne viel Kraft zu verschwenden nach 55,13 Minuten wieder Land unter den Füßen hatte. Dennoch war der Abstand zum führenden Australier Chip van Halen Slater (46,38) und dem Top-Favoriten Jonas Colting (Schweden/ 49,33) deutlich, aber das kenne ich ja.

Rad fahren: Wie immer benötigte ich zehn Minuten, um meinen Rhythmus zu finden. Während sich in diesen Minuten noch einige der 120 Starter der Premierenauflage an mir vorbeischoben, war ich fortan nur noch auf der Überholspur. Die (laut Veranstalter flache) technisch sehr anspruchsvolle und mit rund 2000 Höhenmetern auch stark profilierte Radstrecke lag mir sehr und so konnte ich mich mit der besten Radzeit (5:07,18) vorbei an Colting & Co bis auf den zweiten Platz vorarbeiten. Von anfangs zwölf auf zwei Minuten war der Rückstand zu Chippy Slater geschrumpft, als ich bei Kilometer 170 auf nach Nieselregen sehr rutschiger Strasse im letzten Ort wegrutschte und stürzte. Mein Profile-Aufsatz zerbrach, ich trug eine Prellung davon, konnte jedoch das Rennen fortsetzen und wechselte als Zweiter zum Laufen.

Laufen: Die Verpflegung auf dem Rad war eine Katastrophe - zum Glück hatte ich für meinen kompletten Kohlenhydratbedarf selbst gesorgt und benötigte nur noch Wasser. An den Aid-Stations waren die freiwilligen Helfer teilweise völlig überfordert und so musste ich lange Zeit ohne Wasser auskommen. Dadurch bekam ich auf der ersten Hälfte des Marathons Magenprobleme und musste viermal in die Büsche. Colting zog gleich zu Beginn des vier Runden-Laufkurses mit einem Höllentempo (2:44,15) an mir und später auch an Slater vorbei. Dennoch gelang mir mit 2:57,21 nach starker zweiter Marathonhälfte ein gelungener Abschluss. Slater (8:54,15) konnte ich nicht mehr einholen, den viertplatzierten Joszef Major (9:09,30) aber deutlich auf Distanz halten und so erreichte ich nach 8:59,52 sehr erfreut als Dritter und bester Deutscher das Ziel.


News vom 17.04.2005
Es hat sich vieles geändert in meinem Leben. Vor etwa zwei Wochen ist meine Zeit als Student erfolgreich zu Ende gegangen und ich darf mich nun "Diplom-Volkswirt" schimpfen. Beruflich laufen derzeit meine Bewerbungen, wobei ich momentan einen Feuerwehreinsatz in der Organisation des Marathon Mannheim fahre und bei diesem Praktikum alles andere als Langeweile aufkommt.

Da sich auch unsere finisher concepts-Seminare und Trainingsbetreuung wachsender Beliebtheit erfreuen, kommt meine eigene sportliche Aktivität derzeit viel zu kurz. Dies ist auch einer der Gründe, warum mich viele möglicherweise in der Liste der beantragten Profi-Lizenzen vermisst haben - ich habe weder die Zeit, noch den Willen, mich noch einmal in letzter Konsequenz auf eine Wettkampfsaison vorzubereiten. Deshalb habe ich nun den Entschluss gefasst, im Jahr 2005 an keinem Triathlon-Wettkampf teilzunehmen.

Nicht ausschließen möchte ich die Teilnahme an einem Marathon im Spätjahr, doch bis dahin wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen. Ganz eindeutig im Vordergrund steht für mich ab sofort die berufliche Karriere, von der ich mir erhoffe, dass sie ähnlich schön wird wie meine Sportlerkarriere. Ich hatte eine tolle Zeit und werde möglicherweise irgendwann mit neuem Elan zurückkehren. Vorerst fehlt mir jedoch die Lust, die ich als wichtigste Grundlage zur Ausübung eines Sports sehe.

Rückblickend auf meine letzten Jahre war die Luft nach meiner 8:52 und der Erreichung meines letzten Triathlon-Ziels ("Unter neun Stunden") einfach raus. Ich habe fast alles erreicht, was ich für mich als erreichbar ansah, war dreimal Top-10 bei einem Ironman, zweimal Weltmeister der Altersklasse 18-24 Jahre, Sportler des Jahres der Stadt Mannheim usw. Ein letztes Ziel ist es noch, einen Marathon in 2:30 zu laufen, und das werde ich noch angehen. Um dies zu erreichen, bleiben mir aber noch ein paar Jahre und so muss ich jetzt nicht in Hektik verfallen...


News vom 03.01.2005
Das neue Jahr hat begonnen und mit ihm kehrt wieder etwas Ruhe in mein Leben ein. In den Wochen vor Weihnachten war ich schwer im Stress, habe aber mittlerweile meine Diplomarbeit abgegeben und kann jetzt auch wieder langsam an Sport zu denken beginnen. Ich danke meinen Sponsoren und Lesern dieser Zeilen für ihre Geduld in den letzten Wochen und ihr Verständnis, dass ich mich voll auf meinen Studienabschluss konzentriert habe und mich dementsprechend abschotten musste.

Nach einem ruhigen und schönen Weihnachtsfest, bei dem ich viel Kraft tanken konnte, bin ich nun wieder voller Tatendrang und werde nach und nach alle Aufgaben und Emails abarbeiten und neue Projekte angehen. Auch meine sportliche Zukunft werde ich in den nächsten Wochen planen, möglicherweise wird ein Trainingslager in Gran Canaria Ende Februar die Saison 2005 einläuten. Welche Wettkämpfe dann folgen, wird sich zeigen. Ich werde alle Interessierten natürlich - und jetzt auch wieder regelmäßiger - auf diesen Seiten über alles Wissenswerte zu meiner Person auf dem Laufenden halten.

Eine aus meiner Sicht erfreuliche Nachricht hat mich in den letzten Wochen erreicht. Durch die nachträgliche Disqualifikation von Thomas Braun beim Ironman Frankreich 2003 bin ich nun auch offiziell in der Ergebnisliste von Platz sieben auf Rang sechs vorgerückt. Dennoch hoffe ich, dass mir eine solche Aufwertung zukünftig erspart bleibt und nach den jüngsten Dopingfällen Ruhe in die Sportart Triathlon einkehrt.

Ein Wort möchte ich noch zur Profi-Lizenz verlieren. Ich bin jederzeit für eine Doping-Kontrolle bereit, halte aber die aktuelle Vorgehensweise der DTU dennoch für falsch. Der Übergang vom Amateur zum Profi ist in Deutschland fließend und es ist nicht einzusehen, warum nur Profis und nicht auch ambitionierte Amateure Kontrollen unterzogen werden und außerdem, warum die Profis diese Kosten selbst tragen sollen.

Für den Außenstehenden mag dieser Einwand angesichts eines Preises von 250 Euro für die Lizenz zwar lächerlich klingen, für die Profis der zweiten und dritten Reihe - und hier betrachte ich mich als repräsentativ - ist dies aber eine finanzielle Belastung, die in keinem Verhältnis zu den gewonnenen Preisgeldern steht. Eine Erhöhung der Startpassgebühr um einen Euro und stichprobenartige Kontrollen im ganzen Starterfeld wäre der Doping-Problematik meiner Ansicht nach deutlich stärker gerecht geworden.

In der Hoffnung auf einen sauberen Sport wünsche ich euch ein erfolgreiches und frohes neues Jahr.


News vom 29.09.2004
Die Saison ist zu Ende und ich bin ich sehr glücklich, dass ich mich nach fünf Hawaii-Teilnahmen in Folge in diesem Jahr gegen einen Start auf Big Island und für eine längere Pause entschieden habe.

Es hat sich ausgezahlt, sich in den letzten Monaten verstärkt der Uni zu widmen, denn seit der Veröffentlichung meines zweiten Prüfungsergebnisses Mitte letzter Woche ist es amtlich: nach Abgabe der Diplomarbeit kurz vor Weihnachten werde ich alle nötigen Teile des Studiums erfolgreich abgeschlossen haben.

Dass ich den steinigen Weg durch das Studium an einer der laut Rankings besten VWL-Universitäten Deutschlands bis zum Ende gehen konnte, würde ich meiner Willensstärke zuschreiben - vom Potenzial her sehe ich mich nicht an einer Elite-Uni zuhause. Dies soll allen eine Ermutigung sein, sich seine Ziele zu erfüllen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, frei nach dem Motto "If you want, you can!"

Fazit aus sportlicher Sicht

Auch wenn mir manch einer einzureden versuchte, dass ich ein schlechtes Jahr hatte - ich kann dem nicht zustimmen. Sicherlich richtig ist es, dass es ein kurzes Jahr war. Nach langer Trainingspause im letzten Winter habe ich von Ende Januar bis Ende Mai so hart wie nie zuvor trainiert, um mir den Traum von einer Zeit unter 9 Stunden endlich zu erfüllen.

Wie sich bereits bei den Wettkämpfen in Bad Sobernheim (2.) und Offenbach/Queich (1.) zeigte, war ich in unglaublicher Form, als ich zum Ironman Brasilien reiste - sowohl körperlich als auch mental. Ich rechnete Tag für Tag meine Zeit aus, die ich beim Rennen in Florianopolis erreichen wollte und sah in Gedanken 8:38,58 auf der Uhr stehen. Dass es letztlich "nur" 8:52,25 wurden, hat mehrere Gründe.

Gründe, warum ich das Ziel erreichte und doch nicht ganz...

Zum einen gingen meine Rechnungen von den Werten des Vorjahres aus und damals war die Laufstrecke zu kurz, während 2004 alle Strecken exakt vermessen waren. Zum zweiten wurde ich in der Rennwoche krank, eine starke Erkältung machte mir das Leben schwer und hätte mich fast die Teilnahme gekostet. Noch zwei Tage zuvor wäre ein Start undenkbar gewesen.

Hinzu kommen zwei Gründe, die ich mir an meine Fahnen heften muss: die Orientierung beim Schwimmen war eine Katastrophe und ich war exakt zwei Wochen zu früh in Bestform. Die konnte ich zwar fast halten, aber die Spannung war eben leicht weg. Man lernt eben nie aus.

Die Freude überwiegt

Dennoch freue ich mich heute sehr über dieses Wettkampfergebnis. Wieder einmal ist mir klar geworden, dass sich im Leben alles auszugleichen scheint. Während ich 2001 bei meinen beiden Altersklassen-Weltmeister-Titeln immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und das nötige Glück hatte, fehlte mir dieses etwas im Jahr 2004. Mit meiner in Brasilien gezeigten Leistung hätte ich mit etwas mehr Glück auch eine Top-5-Platzierung erreichen können, letztlich wurde es aber "nur" Platz neun.

Ähnlich war es dann beim Ironman Frankreich, als ich darauf hoffte, dass alle Spitzenathleten in Frankfurt, Roth, Klagenfurt und Säter (WM) starten würden. Es wurde eine undankbare Aufgabe und im Nachhinein hätte ich lieber bei einem deutschen Rennen an den Start gehen sollen. Trotz einer meines Erachtens starken Leistung wurde ich in einem Starterfeld mit sehr vielen ähnlich starken Athleten am Ende Achter, und wieder war es keine Top-5-Platzierung.

Sehr beständig über die letzten Jahre

Zurückblickend auf 2004 bleibt aber die Feststellung, dass ich zwei Top-10-Ergebnisse bei Ironman-Rennen stehen habe, und dass auch ich "kaputtbar" bin. Nach meiner letzten Prüfung im August war mein Akku geistig und körperlich völlig leer, außer fernsehen konnte ich mehr als eine Woche gar nichts tun. Mittlerweile geht es glücklicherweise wieder bergauf.

Wenn mir auch der ganz große Wurf (noch) nicht gelungen ist, so kann ich mich zumindest als sehr konstant bezeichnen: 15 Ironman-Rennen in fünf Jahren, alle zwischen 8:52 und 9:39 gefinisht, bei den letzten fünf Ironmans außerhalb Hawaiis die Plätze zwölf, elf, sieben, neun und acht, und bei den letzten drei Teilnahmen in Kona die Plätze 48, 43 und 37.

Eintrag ins Gästebuch wäre große Freude

Im Gegensatz zu einigen anderen Sportlern habe ich auch das Leben außerhalb des Sports nie richtig vernachlässigt, das Studium fast abgeschlossen und eine kleine Firma mit aufgebaut. Wenn ich in den nächsten Wochen die Zeit finde werde ich nochmals versuchen, an meiner Schwimmform zu feilen. Würde ich es schaffen, bis zum nächsten Jahr drei Minuten schneller zu schwimmen (auf 3,8km), könnte das Rennen von Anfang an einen ganz anderen Verlauf nehmen.

Dennoch bin ich in der glücklichen Lage, mit geringem Aufwand und Neoprenanzug zumindest eine 55 oder 56er Zeit schwimmen zu können. Ich danke allen, die mich bis zu diesem Zeitpunkt unterstützt haben: Sponsoren, Freunde, Verwandte und Teamkollegen. Sehr freuen würde mich ein Eintrag in mein Gästebuch.


News vom 28.06.2004
Was für ein unglaubliches Wochenende! Platz acht in einem verrückten Ironman mit neuer Marathonbestzeit, ein fantastischer fünfter Platz meiner Teamkollegin Almuth Grüber in deren erstem Ironman-Rennen, und zu guter Letzt auch noch Glück bei der Verlosung - ein Laufradsatz Mavic Ksyrium gehört seit gestern mir.

Schon beim Schwimmen fing alles prächtig an, die Zeit von 54:46 (Platz 35) zeigte mir, dass ich das Schwimmen noch nicht ganz verlernt habe. Auf dem Rad fuhr ich dann auf sehr schwerem (1700 Höhenmeter, rauer Asphalt) und im Vergleich zum letzten Jahr härteren Kurs sehr offensiv und wurde mit einer Zeit von 5:15,13 belohnt, der siebtbesten Zeit.

Viele Favoriten (Anderson, Strangmüller, Marland, Lautenbacher, Modave, ...) mussten dem hohen Tempo von Stefan Riesen Tribut zollen und "platzten" völlig, und so war der Weg frei für meine dritte Top-10-Platzierung in einem Ironman-Rennen. Gejagt von den sehr laufstarken Andre Bour und Marc Pschebezin gelang mir zum Abschluss noch ein Wahnsinns-Marathon in 2:51,14 - jetzt brauche ich allerdings erst einmal eine längere Pause.


News vom 06.06.2004
Die Geschichte vom Mußbach-Triathlon ist schnell erzählt: Ironman in den Knochen, Jet-Lag und Erkältung - mit dieser Mixtur ließ sich heute kein Blumentopf gewinnen. Das Schwimmen lief noch einigermaßen, doch schon auf dem Rad versagten die Beine ihren Dienst, es ging einfach gar nichts. Als ich dann beim Laufen schon bei Kilometer zwei kaum noch von der Stelle kam, blieb mir keine andere Wahl als die Aufgabe - mein erstes "freiwilliges" DNF auf deutschem Boden. Gratulation an alle, die in Mußbach das Ziel erreicht haben.


News vom 03.06.2004
Gestern bin ich aus Brasilien zurückgekehrt - und mit einigen Tagen Abstand überwiegt die Freude über die Zeit von unter neun Stunden. Hier mein Rennbericht, den ich kurz nach meiner Zielankunft geschrieben habe:

"Heute habe ich gelernt, dass es keine leichten Ironman-Strecken gibt, und ich weiss nicht, ob ich nach diesem Rennen lachen oder weinen soll. Einerseits ist der 9-Stunden-Fluch mit der 8:52,25 nun endlich besiegt, andererseits wäre deutlich mehr als der neunte Platz drin gewesen.

Schon beim Schwimmen machte ich den grossen Fehler, mich der falschen der beiden auseinanderdriftenen Teile des Starterfeldes anzuschliessen, was sich später deutlich in der Schwimmzeit niederschlagen sollte. 51 Minuten bspw. für Olaf Sabatschus, aber 56 Minuten für den eigentlich schwimmstärkeren Eduardo Sturla...und nach 58 Minuten war dann auch wieder ich an Land, gemeinsam mit "Nichtschwimmer" Clas Björling - schon etwas angefressen.

Auf dem Rad machte ich dann zunachst richtig Druck, passierte nach 2:19 Stunden km 90 (ca. 39er-Schnitt) und hatte den Abstand zu Alex Taubert immer relativ konstant gehalten. Fast alle Profis, die ich bis km 120 eingesammelt hatte (da lag ich ca. auf Platz 8), versammelten sich hinter mir (allerdings fair mit dem geforderten Mindestabstand) und fuhren mein Tempo mit. Da hatte ich die Nase voll, ständig den Tempomacher für die anderen zu spielen und beschloss von nun an, taktisch zu fahren, nur noch das Tempo der anderen mitzugehen.

An den Hügeln (ich hatte die Strecke ehrlicherweise doch etwas unterschätzt, denn die hatten es, wie Alex prophezeit hatte und auch an den Radzeiten ersichtlich ist, ganz schön in sich, wenn man mal ein paar Kilometer in den Beinen hatte) bekam ich teilweise Krämpfe durch die wirklich katastrophale Verpflegung (es gab zwar viele Verpflegungs- stellen, aber oft nur Wasser und das in 0,3-Liter-Flaschen, die zu klein für die Radflaschenhalterung waren; beim Laufen gab es kein Gel). Doch in der Ebene lief es sehr gut. Netto waren es im Radziel, das ich mit fuenf weiteren Athleten (u.a. Sturla und Vabrousek) erreichte, dann 4:46 Stunden, der Rest sind Wechselzeiten.

Beim Laufen ist mir dann ein sehr ordentlicher Marathon geglückt. Die Laufstrecke ist alles andere als leicht, u.a. ist ein 20-Prozent-Hügel zu bewältigen, den man bei km 36 auch wieder herunter laufen muss, ausserdem war die Strecke nach IAAF-Richtlinien exakt vermessen, da ist die 3:02 doch sehr zufriedenstellend (auch wenn ich gerne eine "2" vorne gesehen hätte). Mit Platz neun bin ich natürlich nicht ganz glücklich, aber normalerweise "platzen" in so einem Ironman auch immer ein paar Leute, und das ist heute einfach nicht passiert. Auf meine Erkältung (und vor zwei Tagen wäre ein Start sehr fraglich gewesen) will ich aber nichts schieben, das ging nach unzählingen Inhalationen, Nasenspülungen etc. wieder relativ gut.

Zusammenfassend denke ich, es war ein solides, aber kein aussergewöhnliches gutes Rennen. Aber mit der 8:52 im Ruecken laesst es sich das naechste Mal dann lockerer an die Sache rangehen und Neunter von 1000 Startern ist ja auch nicht wirklich schlecht."


News vom 02.05.2004
Die Generalprobe für den Ironman Brasilien ist geglückt - beim Duathlon in Offenbach/Queich konnte ich meinen im Vorjahr errungenen Titel erfolgreich verteidigen. Während ich mich vor Wochenfrist in Bad Sobernheim auf den Laufstrecken noch "geschont" hatte, nahm ich in Offenbach von Beginn an das Heft in die Hand, um keine Zweifel an meinem ersten Saisonsieg aufkommen zu lassen. Nach den ersten zehn Kilometern zu Fuß stoppte die Uhr bei 32:56 Minuten, mit mehr als einer Minute Vorsprung auf die Konkurrenz begab ich mich auf die 40 Kilometer lange Radstrecke.

Dort hatte ich dann leichte Probleme infolge meiner letzten harten Trainingswoche und bekam - wie vor acht Tagen - schließlich Gesellschaft durch Tobias Gärtner aus St. Ingbert, dem ich hier an dieser Stelle ganz herzlich zu seiner Radleistung gratulieren und ihm für zwei tolle Rennen danken möchte. Bis zur zweiten Wechselzone hatte er den Abstand auf 20 Meter verkürzt. Glücklicherweise wusste ich, dass er mir auf der abschließenden Laufstrecke nicht mehr gefährlich werden würde - am Ende gewann ich in 1:50,01 deutlich vor ihm (1:52,06) und Christian Dörr aus Mußbach (1:53,07). Durch den Sieg meiner Vereins- kollegin Almuth Grüber bei den Frauen und den DM-Titel durch Normann Stadler wurde der Tag erfolgreich abgerundet.


News vom 26.04.2004
Entgegen meiner ursprünglichen Planung entschloss ich mich am Samstagabend, beim Duathlon in Bad Sobernheim nachzumelden. Eigentlich wäre für Sonntag eine harte Radeinheit geplant gewesen und die sollte ich bei den Rheinland- Pfalzmeisterschaften im Langduathlon (10-60-7,5km) auch bekommen...und zugleich konnte ich erstmals in dieser Saison überprüfen, ob meine Form stimmt.

Auf der ersten Laufstrecke ließ ich André Bour, der mit 2:31 Stunden beim bergigen Weinstrassenmarathon seine derzeitige Super- Form unter Beweis gestellt hatte, sowie einige andere gewähren und schonte mich für die Radstrecke. Nach ca. 34 Minuten erreichte ich als Vierter die erste Wechselzone, durch einen schnellen Wechsel verließ ich sie zusammen mit dem wieder erstarkten Daniel Blankenfuland (meinem Vorgänger als Junioren-Weltmeister beim Ironman Hawaii) auf den Plätzen zwei und drei, eine Minute hinter dem Top-Favoriten Andre Bour.

Von nun an machten wir mächtig Druck, fuhren zu Bour auf und erhielten überraschenderweise von hinten Gesellschaft durch Tobias Gärtner, der auf dem Rad - als schwächster Läufer der Vierergruppe - seine Siegchance suchte. Auch ich versuchte alles, um zu verhindern, dass André Bour mit mir die zweite Wechselzone erreichte - vergebens.

Nach einem spannenden Vierkampf erreichten wir zu viert die zweite Wechselzone und das Rennen nahm sein erwartetes Ende: Bour (2:34,10) setzte sich beim Laufen ab und siegte. Daniel Blankenfuland (2:35,57) bekam Seitenstechen, sodass ich den zweiten Platz (2:34,52) locker nach Hause laufen konnte, ohne mich noch großartig zu verausgaben. Als Fazit bleibt, dass ich im Hinblick auf den Ironman Brasilien in fünf Wochen auf dem richtigen Weg bin - auf dem flachen Kurs in Offenbach gibt es am kommenden Sonntag den nächsten Test.


News vom 14.11.2003
Letzten Sonntag nahm ich am Eishockey-Benefizspiel der Adler Mannheim für die Mannheimer Kinderkrebsklinik teil. Etwas ehrfürchtig machte ich mich auf den Weg zum Friedrichspark, da meine Eislaufkünste doch schwer zu Wünschen übrig lassen. Doch die Angst legte sich schnell, als ich bemerkte, dass die meisten Teilnehmer des Promi-Spiels nicht allzu eishockey-begabt waren....


08.11.2003
Ich danke allen meinen Sponsoren für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Saison 2003. Erst durch das Engagement der MVV Energie AG, Engelhorn Sports, Quintana Roo, der Soprema Deutschland GmbH sowie dem Fitness Park Pfitzenmeier, der Grofa GmbH und meinen privaten Gönnern war es mir möglich, dieses Leistungspotential über die komplette Saison abzurufen. Das Jahr 2003 wird mit dem 37. Platz beim Ironman Hawaii, zwei Ironman-Top-12-Platzierungen, dem Gewinn des Deutschen Mannschafts-Meistertitels und zwei Siegen bei Duathlon- und Triathlonwettkämpfen als mein bisher erfolgreichstes in die Geschichte eingehen. Ein ganz großes Dankeschön gilt auch meiner Freundin Korinna, die mich in den letzten Wochen vor Hawaii nach Kräften unterstützt hat und mir es erst ermöglichte, dieses Wahnsinns-Programm durchzuziehen. Nicht selten saß ich noch nach 22 Uhr auf der Rolle und habe mich geschunden, und ohne ihre Begleitung im Schwimm- bad oder beim Laufen hätte ich das nicht durchgehalten. Vielen Dank!


News vom 08.11.2003
Nach neun ereignisreichen Wochen bin ich nun endlich einmal wieder in der Heimat und kann meine Homepage auf den neuesten Stand bringen. Hinter mir liegen sechs Wochen harte Vorbereitungszeit auf den Ironman Hawaii, in denen ich außer arbeiten, trainieren und schlafen nichts gemacht habe, sowie mit Platz 37 und neuer persönlicher Bestleistung ein gelungener Wettkampf auf Big Island. Seit dem 22.10. bin ich zurück in München und bereite mich neben meinem inklusive Fahrtwegen täglich elf Stunden dauernden Praktikum auf zwei Seminare an der Uni und mit finisher concepts vor. Morgen werde ich bei einem Eishockey-Benefiz-Spiel (14 Uhr, Eisstadion Mannheim) für krebskranke Kinder antreten, obwohl ich das Schlittschuh laufen schon ohne Schläger nicht gerade zu meinen Stärken zählen würde. Am 22. November steigt dann die zweite Hawaii-Gala im Mannheimer Bootshaus.

Über den Ironman Hawaii 2003 habe ich für sport1.de einen Erlebnisbericht geschrieben. Diesen können Sie hier lesen.


News vom 28.08.03
Die letzten drei Wochen waren für mich eine wahre "Tour der Leiden", während dieser Zeit nahm ich insgesamt sieben Mal im Wartezimmer eines Arztes und sieben Mal bei meinen Physiotherapeuten Platz. Nach zwei verschobenen Wirbeln in der Halswirbelsäule, die große Schmerzen verursachten und zeitweise sowohl Training als auch Lernen für meine Uni-Prüfung vom vergangenen Montag unmöglich machten, hatte ich letzte Woche auch noch das Glück, mich einer dreitägigen Zahnwurzelbehandlung beim Zahnarzt unterziehen zu dürfen. So ließ meine eigentlich gute Form stark nach und ich musste meine Teilnahme an der Langdistanz in Podersdorf leider absagen. Schon beim Sprinttriathlon in Mainz (Platz acht, zufriedenstellend) war ich froh, als es vorbei war, und konnte mir nicht vorstellen, 3.800 Meter zu schwimmen, nachdem ich vier Wochen kaum im Wasser war, geschweige denn, einen Marathon zu laufen.

Mittlerweile fühle ich mich wieder halbwegs fit und erwäge derzeit noch, beim Triathlon in Viernheim nachzumelden. Ansonsten gilt meine volle Konzentration jetzt dem am Montag beginnenden Praktikum bei Sport1.de sowie der Vorbereitung für den Ironman Hawaii am 18. Oktober.


News vom 10.08.03
Nach zwei Tagen im fränkischen Kulmbach bin ich soeben, im Gepäck einen erfolgreichem Wettkampf und erstmals den Titel des deutschen Meisters, nach Mannheim zurückgekehrt. Zusammen mit meinen Teamkollegen Normann Stadler, der die Konkurrenz um Thomas Hellriegel und Stefan Holzner deklassierte und sich den Einzeltitel holte, und Uwe Widmann gewann ich die Mannschaftswertung der Internationalen DM mit 28 Minuten Vorsprung auf den SV 05 Würzburg.

Auch in der Einzelwertung bin ich sehr zufrieden. Nach wegen meiner verletzten Schulter zwar erwarteter, aber dennoch grottenschlechter Schwimmzeit schaltete ich auf dem Rad den Turbo ein und wurde dort von keinem einzigen Athleten überholt. Die Aufholjagd setzte ich dann beim abschließenden Halbmarathon fort, mit dem drittschnellsten Laufsplit hinter Normann Stadler und Matze Klumpp (und drei Minuten vor Holzner bzw. fünf Minuten auf Hellriegel) gelang es mir noch, bis auf den 9. Platz vorzurücken. Die nur neun (Fachbach) und drei (Hachul) Sekunden vor mir liegenden Athleten ortete ich auf dem unübersichtlichen Laufkurs leider zu spät, um sie noch abfangen zu können, aber zumindest gegen Markus Fachbach habe ich in zwei Wochen in Mainz die Chance auf Revanche. Am meisten hat mich gestern gefreut, dass Uwe Widmann das Rennen trotz großer Probleme durch die Mittagshitze (Start war um 13 Uhr bei fast 40 Grad) im Sinne der Mannschaft beendet hat, dass Normann sich nach längerer Durststrecke so eindrucksvoll zurück melden konnte, und dass mein schlechtes Ergebnis aus Schliersee doch wohl nicht auf meine Form zurückzuführen war, sondern einfach an der Art des Rennens lag. (Ergebnisse)


News vom 07.08.03
Zusammen mit meinen Freunden Ralf Wodopia (Nationaltrainer Duathlon) und dem Eppelheimer Schwimmtrainer Philipp Gut habe ich finisher concepts gegründet. Ab Herbst 2003 bieten wir Seminare und Trainingsbetreuung im Ausdauersportbereich (Marathon, Triathlon, Duathlon etc.) an sowie u.a. ein Trainingslager auf Mallorca. Unsere Philosophie lautet "effektives, zielgerichtetes Training" und hierzu findet Mitte November auch unser erstes, triathlon-spezifisches Seminar an. Näheres findet ihr ab sofort auf unserer Homepage.


News vom 07.08.03
Am kommenden Wochenende stehen in Kulmbach die deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz (2,2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21 Kilometer Laufen) an und ich werde zusammen mit meinen Teamkollegen Normann Stadler und Uwe Widmann versuchen, den Mannschaftstitel nach Mannheim zu holen. Nach meiner Trainingspause Ende Juni/ Anfang Juli habe ich nun wieder seit fünf Wochen gut trainiert, lediglich eine Schulterverletzung macht mir momentan das Leben schwer. Rad fahren und Laufen ist zwar problemlos möglich, doch seit über einer Woche konnte ich nicht ins Wasser. Was genau verletzt ist, weiß ich leider nicht, aber das Heben des rechten Arms ist derzeit kaum möglich. Mit Hilfe von Arzt und Physiotherapie hoffe ich aber, dass ich am Samstag zumindest die 2,2 Kilometer im Wasser überstehen kann. Die restliche Strecke dürfte dann machbar sein.


News vom 07.07.03
Nach zwei Wochen kompletter Erholung begann ich mein Training für die zweite Saisonhälfte gestern gleich mit einem Wettkampf. In der Triathlonliga Baden-Württemberg stand in Sigmaringen der Teamwettkampf auf dem Programm und zusammen mit René Koschabek, Christopher Assel und Andreas Laib konnte ich unserer zweiten Mannschaft zum ersten Tagessieg in der 3. Liga verhelfen. In der Tabelle bleiben wir als Zweiter auf Aufstiegskurs und wenn nicht alles schief läuft, sollte der Aufstieg nur noch Formsache sein.


News vom 23.06.03
Spekuliert hatte ich darauf schon letzte Woche, aber ich wollte mich noch bedeckt halten und deshalb gibt's diese News erst jetzt: nur sechs Tage nach der Mitteldistanz in Maxdorf bin ich am Samstag beim Ironman Gérardmer an den Start gegangen und habe damit das nächste Gesetz gebrochen. Entgegen der Voraussagen fast aller habe ich in Frankreich einen sehr guten Wettkampf absolviert:

Schwimmen:
Am Rennmorgen habe ich leider Durchfall, wahrscheinlich nahm ich gestern zu viele Elektrolytgetränke zu mir. Nervös bin eigentlich nicht, Gérardmer ist mein zwölfter Ironman insgesamt und nach meinem 11. Platz in Lanzarote sehe ich die ganze Angelegenheit locker. Als die Handicap-Athleten bereits mit fünf Minuten Vorsprung gestartet sind, entscheide ich mich noch zu einer Last-Minute-Aktion und gehe ein weiteres Mal auf Toilette, was einen ziemlich hektischen Ironman-Start nach sich zieht. Denn bis ich wieder im Einteiler und Neo am Start stehe, bleiben noch knappe 30 Sekunden. Trotzdem ist der Start sehr ruhig, die Athleten teilen sich selbstständig in verschiedene Zeitzonen ein und entgegen meiner bisherigen Erfahrung klappt das auch vorzüglich. Nach meinen schwachen Schwimmleistungen der letzten Wochen hoffe ich auf eine einigermaßen gute Ausgangsposition nach meiner schwächsten Disziplin. Der See ist angenehm warm, die Sonne strahlt auch schon kräftig herunter. Das wird zwischenzeitlich etwas zum Problem, denn sie steht so tief, dass man die dritte Boje nicht sehen kann. Aber was solls, ich schwimme sowieso nicht vorneweg, sondern immer mit der Gruppe mit. Als ich das Wasser nach 3,8 Kilometern verlasse, habe ich das Gefühl, gut geschwommen zu sein. Das bestätigt auch die Uhr, die mir eine Zeit von 53,01 anzeigt. Eine gute Basis für ein erfolgreiches Rennen.

Rad fahren:
Nach einem zügigen Wechsel beginne ich die mit 1600 Höhenmetern anspruchsvolle, über drei Runden verlaufende Radstrecke verhalten. Die Beine fühlen sich etwas schwer an, weil ich eine Woche zuvor noch bei der Mitteldistanz in Maxdorf gestartet bin. Allerdings habe ich mich unter der Woche so gut erholt gefühlt, dass ich mich kurzfristig in Gérardmer nachgemeldet habe, auch weil ich mir hier die größeren Chancen ausrechnete als beispielsweise in Klagenfurt. Die Beine machten mir im weiteren Verlauf auch keine Probleme mehr, eine Ermutigung für alle Vielstarter.

Meine Eltern sind als Zuschauer angereist und geben mir die Zeitabstände durch. Von vorneherein konzentriere ich mich auf einige wenige Leute, die ich als in etwa gleich stark einschätze: Thomas Braun, Thierry Claes, Claudius Pyrlik und Tim Christmann. Letzterer hat Probleme mit der Luft und steigt später aus und bei Thomas Braun bin ich mir bewusst, dass ich ihn - wenn überhaupt - erst im Laufen einholen kann. Also bin ich schon sehr zufrieden, als ich mich mit Pyrlik und Claes in einer Gruppe befinde und beschließe fortan, nicht mehr von deren Seite zu weichen. Anfangs ist das Tempo locker, der Abstand zur Spitze wächst, aber den anderen jetzt wegzufahren, macht keinen Sinn. Mitte der zweiten Runde wird das Tempo dann schneller, als der Belgier Thierry Claes das Tempo erhöht und nur noch Claudius und ich folgen können. Das Rennen ist wie für mich gemacht, ich fahre taktisch und verlasse mich auf meine Laufstärke. Insgesamt 140 Kilometer macht Claes für uns das Tempo, zu dritt erreichen wir dann das Radziel (nach kleiner Extra-Runde, die uns vielleicht eine Minute gekostet hat - ist aber nicht weiter tragisch).

Laufen:
Zu dritt beginnen wir auch den Marathon, bei dem uns weitere 240 Höhenmeter bevorstehen. Nach einigen Führungswechseln kann sich Claes etwas von uns absetzen, dahinter laufe zunächst ich vor Claudius und später umgekehrt. Als der Uerdinger an einer Verpflegungsstelle anhält, nutze ich die Gelegenheit und ziehe an ihm vorbei. Mittlerweile sind wir auch schon auf die Plätze acht und neun vorgelaufen und es ist nur noch ein Zweikampf Pyrlik gegen Heim, da Claes den Abstand vor uns auf zwei Minuten erhöht hat und Thomas Braun nach dem Rad fahren bereits uneinholbare 13 Minuten Vorsprung hatte. Von hinten gibt es auch keine weitere Gefahr. Der Abstand zu meinem stärksten Verfolger ist allerdings nicht gerade groß und Claudius ja auch als starker Läufer bekannt, sodass jetzt ein paar Psychotricks her müssen. An den Wendepunkten grinse ich ihn an und beschleunige das Tempo, obwohl es mir selbst nicht allzu gut geht. Die Maßnahme wirkt, mein Vorsprung wächst weiter an und jetzt werde ich den achten Platz, meine erste Top-10-Platzierung nicht mehr hergeben. Ich freue mich riesig, als ich nach 9:06,22 die Finish-Line erreiche.

Im Ziel gibt es dann noch einige Überraschungen. Zuerst wird Thierry Claes - um den es mir sehr leid tut, denn er hat ein großes Rennen gemacht und war der beste des Trios - nachträglich disqualifiziert. Er hat wohl fremde Hilfe angenommen, sicher weiß ich es aber nicht. Dann schaue ich auf die Ergebnisliste und stelle fest, dass ich ausgerechnet auf einer solch schweren Strecke meine bisherige Ironman-Bestzeit (9:07) unterboten habe. Und eine Pizza habe ich gewonnen, die mir mein Teamkollege und Ironman Frankreich-Gewinner Timo Bracht versprochen hatte, wenn ich unter drei Stunden laufe: 2:59,47 bedeuteten für mich erstmals das Durchbrechen dieser Schallmauer. Zu guter Letzt reichte es sogar noch für die Hawaii-Quali. Dort war ich zwar schon viermal, aber noch nie als Profi. (Ergebnisse)


News vom 16.06.03
Maxdorf war für mich erneut eine Reise wert, der Wettkampf liegt mir einfach. Das Schwimmen mit Neoprenanzug verbessert meine Chancen auf eine gute Platzierung erheblich, zudem finde ich die Radstrecke sehr rhythmisch und (obwohl anspruchsvoll) schnell, hinzu kommt die tolle Stimmung durch das fast heimische Publikum. Am Ende wurde es Rang vier in einem Top-Starterfeld, geschlagen nur von den klangvollen Namen Stadler, Lautenbacher und Klumpp. Ganz wichtig war der Wettkampf für meine Psyche, die nach dem 82. Platz in der Bundesliga doch schwer gelitten hatte. Erstmals seit dem Ironman Lanzarote bin ich gestern auch wieder ordentlich Rad gefahren, und egal, welcher Ironman jetzt kommt, ich fühle mich gut vorbereitet. Laufen klappt nach wie vor sehr gut. (Ergebnisse)


News vom 12.06.03
Lange habe ich nun darüber nachgedacht, bei welchem Ironman ich 2003 noch an den Start gehen werde. Bisher weiß ich es immer noch nicht. Wird es Frankreich, Klagenfurt oder doch Frankfurt? Gérardmer (Frankreich) hat nunmehr die schlechtesten Karten, nachdem ich dem Veranstalter in Maxdorf gestern meine Zusage für den kommenden Sonntag gegeben habe und trotz meines harten Wettkampfprogramms nicht innerhalb von sechs Tagen eine Mittel- und eine Langdistanz absolvieren möchte.

Vorab des Wettkampfes in Maxdorf wird Radio RPR1 (Frequenz 103,6) am Samstag, den 14.06. um 11.45 Uhr einen Vorbericht senden. Tags darauf werden dann 2 Kilometer im Lambsheimer Weiher geschwommen, 84 Kilometer Rad gefahren und 20 Kilometer per pedes zurückgelegt. Top-Favorit ist mein Teamkollege Normann Stadler, des Weiteren erwarte ich Frank Horlacher, André Bour, Swen Sundberg, Christoph Bergmann, Jörn Thiele und Titelverteidiger Matze Klumpp ganz vorne.


News vom 11.06.03
Keine großen Worte möchte ich über das Bundesliga-Rennen am Breitenauer See verlieren. Mit der Mannschaft konnten wir uns durch den 9. Platz für die Klatsche unserer Bundesliga-Premiere in Gladbeck (Rang 18 bei 19 Teams) rehabilitieren. Dass ich als Einzelathlet in diesem Weltklassefeld, zudem über die Kurzdistanz und mit Windschattenfahren, keine Chance haben würde, war vorher klar. Am Ende durfte ich mich über Rang 82 bei immerhin 144 gestarteten Elite-Athleten freuen und einen ordentlichen Wettkampf. Im Schwimmen, das ich als Sechst-Letzter beendete, gibt es sicherlich noch Nachholbedarf.


News vom 01.06.03
Mein Ziel beim Triathlon in Mußbach (3. Saisonsieg) habe ich nicht ganz erreicht, dennoch bin ich mit meinem Abschneiden recht zufrieden - am Schluss war es der zweite Platz hinter dem einfach zu schwimmstarken Jörg Busch, der mir bei der ersten Disziplin (1500 Meter) bereits 3,09 Minuten aufbrummte. Auf dem Rad spürte ich noch deutlich die Müdigkeit meiner Oberschenkel in Folge des Ironman Lanzarote vor 14 Tagen, sodass ich hier keinen Boden gutmachen konnte und als Fünfter auf die Laufstrecke ging. Mit der tagesschnellsten Laufzeit (34,51) gelang es mir zwar, noch drei Plätze gewinnen, am Ende fehlten jedoch 21 Sekunden auf den Sieger. In Anbetracht dessen, dass ich mich in der vergangenen Woche sehr ausgepowert gefühlt habe, geht das Resultat aber völlig in Ordnung, Gratulation an Jörg Busch. Er ist damit der vierte Deutsche nach Ralf Wodopia, Thomas Hellriegel und Siegi Ferstl, der mich im Jahr 2003 besiegen konnte - dies wird sich aber spätestens nächste Woche im Bundesliga-Wettkampf am Breitenauer See (Heilbronn) weiter ändern. Eine starke Leistung zeigte auch mein Teamkollege René Koschabek, der lange auf Platz drei lag und am Schluss Vierter wurde. (Ergebnisse)


News vom 28.04.03
Gestern ist mein fast sechswöchiges Trainingslager in Sevilla zu Ende gegangen. Zusammen mit dem Eppelheimer Philipp Gut, meinem Teamge-fährten Ralf Wodopia, dem Friedberger Olaf Scop, Oliver Kaerkes, Kati Rudolph und anderen habe ich in Spanien eine tolle Zeit erlebt und bin nun bester Laune und hoffentlich auch in guter Form nach Deutschland zurückgekehrt.

Die Testwettkämpfe vor meinem ersten Ironman in Jahr 2003 auf Lanza-rote stellten mich persönlich sehr zufrieden. Hier ein Kurzbericht:

23/03/03: Völlig müde durch drei harte Trainingstage stellen wir uns be-reits an unserem vierten Tag der Konkurrenz bei den andalusischen Du-athlon-Meisterschaften über 10-40-5 Kilometer, die José Maria Merchan (gerade beim Weltcup in Florida Achter geworden) für sich entscheidet. Ralf Wodopia liegt bis einen Kilometer vor Schluss auf Rang drei, muss dann aber der hohen Belastung der ersten Tage Tribut zollen und wird letztlich Sechster. Für mich reicht es zu Rang zwölf, Philipp Gut kommt auf Platz 14. Amüsant: da der Veranstalter vergessen hatte, sich die Strecken genehmigen zu lassen und in Folge dessen keine Polizei zur Absperrung des Radparcours vor Ort war, stand zunächst eine Absage der Meisterschaften im Raum, dann eine Verkürzung der Raddistanz auf 5(!) Kilometer bei voller Länge der Laufstrecke, bevor - mit zweistündiger Verspätung - doch ganz normal gestartet wurde.


29/03/03: Eine Woche später nehmen wir in Constantina am nächsten Duathlon teil (ebenfalls ein Windschattenrennen über 5-20-2,5 km. Nach dem ersten Lauf bildet sich eine dreiköpfige Spitzengruppe mit Ralf Wo-dopia, dahinter ein großes Verfolgerfeld mit Philipp und mir. Da uns viele Spanier beim Laufen überlegen sind, aber auf dem Rad großen Respekt vor den Deutschen haben, attackiert Ralf Wodopia Mitte der Radstrecke und geht in Führung. Lokalmatador Sergio Lorenzo Prieto, dessen Vater das Rennen in seinem eigenen Lokal-TV-Sender live überträgt, fällt in un-sere Verfolgergruppe zurück, in der wir das Tempo drosseln, um Ralf ei-nen beruhigenden Vorsprung zu ermöglichen. Unser Plan geht auf, Ralf gewinnt, ich werde Vierter, Philipp Achter.

13/04/03: Da Ralf mittlerweile wieder in Deutschland ist, müssen wir in die Presche springen. Beim Duathlon in Chiclana feiert José Manuel Perez einen Start-Ziel-Sieg. Ich fühle mich anfangs sehr müde, bin aber - wie immer zusammen mit Philipp - in der ersten großen Gruppe zugegen. Am Wendepunkt der vierten von fünf Runden unternehme ich einen Ausreißversuch und komme ohne großen Widerstand weg. Nach den 20 Kilometern auf dem Rad habe ich einen Vorsptung von 43 Sekunden auf Rang drei, allerdings setzt mich der überaus starke Sergio Lorenzo (Bestzeit 30,30 auf 10 Kilometer) beim abschließenden Lauf nochmals gehörig unter Druck. Fünf Sekunden rette ich ins Ziel und werde Zweiter, Philipp 5. und Olaf Scop 24.

26/04/03: Heute soll mein großer Tag werden. Die Triathlonsaison wird mit einer Mitteldistanz über 1700 Meter Schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren (windschattenfrei) und 21 Kilometer Laufen eröffnet. Obwohl Titelverteidiger und WM-Teilnehmer Ricardo da Costa (Portugal) ebenfalls am Start ist, teilt mir der Veranstalter die Startnummer eins zu. Dieses Vertrauen möchte ich rechtfertigen und gewinnen. Beim Schwimmen im angeblich nur 16,5 Grad kalten Wasser läuft alles nach Plan, als Zehnter der rund 110 Teilnehmer komme ich an Land und werde nun meine Auf-holjagd beginnen. Die drei Radrunden sind landschaftlich sehr schön, aber richtig schwer. Bei Kilometer 19 der Radstrecke übernehme ich die Führung und kann bis in die zweite Wechselzone sechs Minuten Vor-sprung herausfahren. Um mich für die kommenden harten Wochen et-was zu schonen, laufe ich ab sofort nur noch kontrolliert. Ich muss zwar nicht 100% meiner Leistungsfähigkeit abrufen, trotzdem nimmt mich der Wettkampf ganz schön mit. Denn eine solche Laufstrecke habe ich selten gesehen: wunderschön, aber knüppelhart. Bis Kilometer drei begleiten mich zwei Mountainbiker, die dann aber anhalten und sagen "Hier geht´s weiter, zwei Kilometer weiter wartet dann unser Kollege auf dich". Mir schwant Böses, bin ich doch fast die ganze Zeit nur bergab gelaufen...... es kommt, wie es kommen muss. Sollte ich im nächsten Jahr wiederkom-men, werde ich mich vorher in einem Bergsteigerverein anmelden...... Die Zuschauer feuern mich mit "Auf geht´s, Maschine!" an und geben mir die Abstände nach hinten durch. Nach 4:26,26 Stunden ist es dann endlich geschafft. Als erster laufe ich durchs Ziel und bin überglücklich, sieben Minuten später kommt der Zweite Jesus Carrillo, Ricardo da Costa wird Sechster, Philipp Gut Neunter und Olaf Scop Elfter. Und Kati Rudolph erreiht bei den Frauen einen guten vierten Platz. (Ergebnisse)


News vom 09.03.03
Mein erster Marathon ohne vorheriges Rad fahren und Schwimmen wird mir positiv in Erinnerung bleiben, obwohl ich mein selbst gestecktes Ziel nicht ganz erreicht habe. Nach 42,195 Kilometern stoppte die Uhr bei 2:38,42 Stunden, gleichbedeutend mit Rang sieben (Ergebnisse).

Um inmitten einer Gruppe laufen zu können und damit dem doch kräftigen Wind etwas aus dem Weg zu gehen, ging ich das Rennen für meine Verhältnisse einen Tick zu schnell an, erreichte die 10km-Marke nach 0:35,17 und war bei 1:11,19 bereits bei km 20 angelangt. Kurze Zeit später kam der erste leichte Ein-bruch, als mein Begleiter Michael Sommer das Tempo verschärfte und der Gegenwind mir schwer zu schaffen machte.

Ohne neue Probleme konnte ich die Kilometer 30 (1:48,40) bis 37 bewälti-gen, bis mir heftige Krämpfe in der linken Wade das Rennen weiter er-schwerten. Zwei bis drei Minuten gingen dadurch noch einmal verloren, aber ich biss mich durch und war am Ende doch sehr zufrieden. Im Ziel ging es mir erst einmal so richtig schlecht, doch dann setzte sich die Er-kenntnis durch, dass ich beim Ironman schon schwierigere Situationen zu überstehen hatte. Und als deutlich Jüngster der Top-10 sehe ich mei-ne Grenzen noch nicht erreicht, 2:30 halte ich in Zukunft für möglich.


News vom 07.03.03
Am Sonntag möchte ich in Kandel meinen ersten Marathon außerhalb ei-nes Ironman laufen. Nach dem guten Ergebnis beim 20km-Lauf in Rhein-zabern (1:08,24) und ordentlicher Vorbereitung in den letzten Wochen trotz Prüfungsstress strebe ich bei guten Bedingungen eine Zeit um 2:35 an. Allerdings werde ich den Lauf nur beenden, wenn die alte Knochen-hautreizung mir keinen Strich durch die Rechnung macht.


News vom 13.02.03
Nach wochenlanger harter Arbeit ist es nun endlich geschafft. Meine Homepage ist fertig und kann ab sofort unter www.trizeit.de aufgerufen werden. Mein herzlicher Dank gilt all denen, die bei der Entstehung dieser Seite mitgeholfen haben.

Insbesondere danken möchte ich der Abteilung K7 und Herrn Christian Land von der MVV Energie AG für ihre tatkräftige Unterstützung. Diese Seite versteht sich einerseits als Präsentation des Triathleten Matthias Heim im Internet und auf der anderen Seite als Informationsportal der Sportart Triathlon. Interessenten an unserem Sport sowie meiner Person können hier nützliche Informationen zum Begriff „Triathlon“ finden.

Neben Wettkampfterminen habe ich auch ein Triathlonlexikon (Triathlon) auf meine Seite gestellt, in dem man Fachbegriffe nachschlagen und die Entstehungsgeschichte des Triathlonsports nachlesen kann. Ich wünsche euch allen viel Spaß und würde mich über regelmäßige Besuche und einen Eintrag im Gästebuch sehr freuen.
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Ergebnisse 2005 auf einen Blick (Land, Datum, Distanz, Endzeit)

3. Platz Elbaman auf Elba (ITA; 02.10.05; 3,8-180-42,2km; 8:59,52)


Alle Ergebnisse 2004 auf einen Blick (Land, Datum, Distanz, Endzeit)

1. Platz Duathlon Offenbach/Queich (D; 02.05.04; 10-40-5 km; 1:50,01)
2. Platz Duathlon Bad Sobernheim (D; 25.04.04; 10-60-7,5 km; 2:31,52)
5. Platz Triathlon Ladenburg (D; 17.07.04; 1,8-43-10 km; 2:15,17)
8. Platz Ironman Frankreich (F; 26.06.04; 3,8-180-42,2km; 9:05,17)
9. Platz Ironman Brasilien (BRA; 29.05.04; 3,8-180-42,2km; 8:52,25)

Weitere geplante Wettkämpfe im Jahr 2004
keine


News vom 12.08.2004
Es war mal wieder etwas ruhig um mich - sportlich habe ich mich in den letzten Wochen zurückgezogen, weil mir der Abschluss meines Studiums erstmal wichtiger war. Die wohl letzte Uni-Pflichtprüfung liegt seit gestern hinter mir, jetzt trennt mich nur noch die Diplomarbeit zum Thema "Rente in Abhängigkeit von der Kinderzahl" und möglicherweise eine freiwillige Prüfung vom Titel des "Diplom-Volkswirts".

Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Pause gerade recht kam: Nach meinen zwei Ironman-Rennen, die beide - sehr zu meiner Zufriedenheit - mit einer Top-10-Platzierung endeten, war ich doch sehr platt, was sich nicht zuletzt beim Triathlon in Ladenburg am 17. Juli ...

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... zeigte, als ich mich wie selten zuvor quälen musste und mit dem 5. Platz das noch Bestmögliche herausholte. Auch jetzt noch fühle ich mich alles andere als gut, allerdings weiß ich ja auch wovon: 15 Ironman-Rennen zwischen Juli 1999 und Juni 2004 - dieses Pensum haben nicht viele geschafft. Trotzdem würde ich alles nochmal so machen.

Heute saß ich zum ersten Mal wieder auf dem Rad, mal sehen, wann und wo ich das nächste Mal an den Start gehen werde. Eines der vier vor vielen Jahren gesetzen Ziele muss ich ja noch erreichen - einen Marathon in 2:30 Stunden laufen. Bislang steht die Bestzeit bei 2:38. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei meinen drei Hauptsponsoren MVV Energie, Engelhorn Sports und der Soprema Deutschland GmbH bedanken, die mir jetzt schon seit vielen Jahren die Treue halten!


News vom 24.06.2004
Am Samstag steht mir in Gérardmer/ Frankreich das zweite Ironman-Rennen innerhalb von vier Wochen bevor. Ich bin gespannt, zu welcher Leistung ich in der Lage bin, denn einerseits stimmt die Form und vier Wochen nach einer Langdistanz war ich eigentlich immer in ausgezeichneter Verfassung, andererseits hatte ich noch nie zuvor solche Probleme mich von einem Ironman zu erholen, wie es jetzt nach Brasilien der Fall war.

Die Aufgabe in Frankreich ist recht undankbar - keine großen Namen, aber dennoch ein sehr starkes Starterfeld. Die Top-Favoriten auf den Sieg dürften Tom Söderdahl, Mitchell Andersson, Cyrille Neveu und Stefan Riesen sein, dahinter kämpfen dann wohl Jan Strangmüller, Rolf Lautenbacher und zehn weitere Sportler um die restlichen Top-10-Platzierungen. Einen dieser ersten zehn Plätze zu erreichen, ist auch mein Ziel. Wer das Rennen verfolgen möchte, sollte am Samstag ab 7 Uhr mal unter Ironmanlive.com vorbeischauen und neben mir auch gleich meiner Teamkollegin Almuth Grüber sowie Markus Pfeifer (Viernheim) und Karoline Kugler (Ladenburg) die Daumen drücken.


News vom 18.05.2004
Die Messer sind gewetzt - am Samstag geht mein Flieger in Richtung Brasilien und sollte ich jetzt nicht noch krank werden, dürfte ich besser vorbereitet denn je am Start eines Ironman stehen. Gestern beendete ich meinen letzten richtig harten Drei-Tagesblock mit einer dreistündigen, äußerst intensiven Radausfahrt und einem einstündigen Lauf. Nach dem Ruhetag heute kommen nochmals drei härtere Einheiten, bevor die Erholung dann an erster Stelle steht. Mein besonderer Dank vor diesem Rennen gilt meinen Trainingspartnern Normann Stadler, Almuth Grüber, Kati Rudolph, Silvia Rose, Philipp Gut, Oliver Kaerkes und Olaf Scop, die mich in diesem Jahr bestens unterstützt haben.

Wer das Rennen im Internet verfolgen möchte, sollte am 29. Mai (nach meiner Rechnung ab 12 Uhr MEZ) mal unter Ironmanlive.com oder auf der Homepage des Ironman Brasilien vorbeischauen. Bei guten Bedingungen erhoffe ich mir eine Zeit deutlich unter neun Stunden.


News vom 14.04.2004
Es ist verdächtig ruhig um mich geworden - der Vielstarter der letzten Jahre bereitet sich voll konzentriert auf seine wenigen Höhepunkte im Jahr 2004 vor und will es nochmal richtig wissen. Durch den späten Trainingsstart (27. Januar) habe ich in diesem Winter so wenig wie noch nie trainiert, aber auch noch nie so zielstrebig. Das Ziel lautet ganz klar: Beim Ironman Brasilien am 29. Mai muss die 9-Stunden-Grenze endlich fallen. Klappt dies nicht, gibt´s beim Ironman Österreich am 4. Juli eine weitere Chance.

Um dieses Ziel zu erreichen und am Zuckerhut möglichst weit vorne zu landen, habe ich meinen Schwerpunkt auf das Rad fahren gelegt. Im Schwimmen gilt es nach wie vor, Schadensbegrenzung zu betreiben, auf dem Rad muss dann die Basis für das Sub-9-Unternehmen gelegt und der Erfolg dann durch einen guten Lauf eingetütet werden.

Schon jetzt freue ich mich auf den Kampf gegen die hochklassige Konkurrenz um Craig Walton (AUS), Alex Taubert (GER), Olaf Sabatschus (GER), Oscar Galindez (ARG) und Eduardo Sturla (BRA). Vor meinem insgesamt 14. Ironman werde ich voraussichtlich nur an einem Duathlon teilnehmen: In Offenbach/Queich am 2. Mai möchte ich meinen Titel verteidigen.


News vom 19.02.2004
Ein turbulenter Winter geht zu Ende. Nach drei absolut trainingsfreien Monaten bedingt durch Praktikum, Studium und finisher concepts habe ich am 28. Januar mit einem Trainingslager auf Gran Canaria die Vorbereitung auf die Saison 2004 begonnen. Stolze Bilanz von 16 Tagen: 1300 Kilometer Rad mit 24.000 Höhenmetern, sieben Lauf- und fünf Schwimmeinheiten sowie dreimal Stabilisationstraining. Noch bin ich meilenweit von meiner Höchstform entfernt, aber ich bin guter Dinge. Mit einem in Kürze beginnenden weiteren Trainingslager in Sevilla (Spanien) hoffe ich dann endgültig in Schwung zu kommen.

Die Wettkampfplanung für 2004 ist noch nicht komplett abgeschlossen, derzeit geplant ist nur der Ironman Brasilien am 29. Mai. Ziel für 2004: Die Neun-Stunden-Marke muss endlich fallen! Ein bis zwei weitere Langstreckenrennen werden folgen, Hawaii aber definitiv nicht. Nach fünf Teilnahmen in Folge mit drei Top-50-Ergebnissen hintereinander gönne ich mir ein Jahr Kona-Pause. Neben meinen sportlichen Zielen werde ich versuchen, in diesem Jahr auch mein Studium abzuschließen.


News vom 19.02.2004
Die Deutsche Triathlon Union hat in ihrer Sportordnung die Windschattenregel geändert. Statt 10x3 Meter muss auf der Kurzdistanz und noch kürzeren Strecken nur noch ein Abstand von 5x2 Metern zum Vordermann eingehalten werden. Da dies praktisch einer Windschattenfreigabe gleichkommt, hat diese Regeländerung hohe Wellen geschlagen. 3athlon.org hat die Rücknahme dieser Regel gefordert. Fast 800 Triathleten haben bis zum heutigen Tag dieser Petition bereits zugestimmt, darunter fast alle Top-Athleten. Es gilt jetzt, Farbe zu bekennen!


Alle Ergebnisse 2003 auf einen Blick (Land, Datum, Distanz, Endzeit)

Deutscher Mannschaftsmeister Mitteldistanz (mit Stadler & Widmann)
1. Platz Triathlon Chorro de Ardales (E; 26.04.03; 1,7-90-21 km; 4:26,26)
1. Platz Duathlon Offenbach/Queich (D; 04.05.03; 10-40-5 km; 1:52,04)
1. Platz Team, 3. Liga BaWü Sigmaringen (D; 6.7.03; 1-27-8km; 1:25,50)
2. Platz Triathlon Mußbach (D; 01.06.03; 1,5-38-10 km; 1:57,25)
2. Platz Duathlon Chiclana (E; 13.04.03; 5-20-2,5 km; 0:57,10)
4. Platz Triathlon Viernheim (D; 31.08.03; 1,5-46-10 km; 2:24,42)
4. Platz Triathlon Maxdorf (D; 15.06.03; 2-82-20 km; 4:04,32)
4. Platz Duathlon Constantina (E; 29.03.03; 5-20-2,5 km; 1:03,10)
6. Platz Ironman Gérardmer (F; 21.06.03; 3,8-180-42,2 km; 9:06,22)
7. Platz Marathon Kandel (D; 09.03.03; 42,195 km; 2:38,42)
8. Platz Triathlon Mainz (D; 24.08.03; 0,8-28-5,5 km; 1:18,11)
8. Platz Lauf Rheinzabern (D; 08.02.03; 20 km; 1:08,24)
9. Platz DM Mittel Kulmbach (D; 09.08.03; 2,2-92-21 km; 4:32,21)
11. Platz Ironman Lanzarote (E; 17.05.03; 3,8-180-42,2 km; 9:35,55)
12. Platz Duathlon Encinarejo (E; 23.03.03; 10-40-5 km; 1:52,29)
37. Platz Ironman Hawaii (USA; 18.10.03; 3,8-180-42,2 km; 9:09,52)
82. Platz DM+Bundesliga Heilbronn (D; 07.06.03; 1,5-40-10 km; 2:11,07)
89. Platz Bundesliga Schliersee (D; 26.07.03; 1,5-40-10 km; 2:21,25)


News vom 07.09.03
Eine große Umstellung bedeutete die letzte Woche für mich. Am 1. September begann mein fünfmonatiges Praktikum bei sport1.de und beschert mir einen Arbeitstag bis ca. 18.30Uhr, was ja prinzipiell nicht schlimm, aber in der unmittelbaren Hawaii-Vorbereitung auch nicht gerade leistungsfördernd ist. So quäle ich mich nun unter der Woche meist noch eine Stunde in den Englischen Garten zum Laufen, um anschließend noch eine Stunde auf der Rolle zu sitzen - es ist verdammt hart und ich habe mich auch schon verflucht, warum ich wieder für Hawaii gemeldet habe, aber wenn ich gesund bleibe, werde ich das schaffen! Am 10. oder 11. Oktober gehts dann ab auf die Insel und danach kann ich abends entspannen.

Letzten Sonntag startete ich im übrigen doch noch in Viernheim, machte einen sehr guten Wettkampf und wurde letztlich etwas unglücklich Vierter. Nach ordentlicher Schwimmleistung fuhr ich stark Rad, hatte aber etwas Pech. Zunächst war auf der Juhöhe ein Traktor vor mir, den ich nicht passieren konnte. Im Birkenauer tal stoppten mich dann zwei entgegen kommende PKWs, und zu guter Letzt ging in Birkenau die Bahnschranke runter und ich musste warten. Zwar bekommt man diese Zeit am Ende gutgeschrieben, aber man verliert seine direkten Gegner, die die Schranke noch passiert hatten, aus den Augen und kommt aus dem Rhythmus. Nach gefährlicher, weil regennasser letzter Abfahrt, nahm ich dann die Laufstrecke in Angriff und war auch mit diesem Split sehr zufrieden. Ärgerlich war für mich nur, dass ich 1:25 Minuten hinter Frank Horlacher ins Ziel kam und 1:22 Gutschrift erhielt, am Ende also drei Sekunden Rückstand auf Platz drei hatte. Keine Ahnung, wer nun sportlich der Bessere war an diesem Tage, man kann es sowieso nicht mehr ändern. Keinen Vorwurf möchte ich auch den Veranstaltern machen, denn sie haben auf die Schranke ja keinen Einfluss.


News vom 27.07.03
Beim Bundesliga-Wettkampf am Schliersee konnten wir als Mannschaft neues Selbstbewusstsein tanken. In der Besetzung Bracht, Widmann, Stadler, Taubert und Heim erreichten wir mir Platz fünf das beste Saisonresultat und konnten uns infolge dessen erstmals von den Abstiegsrängen verabschieden. Als Tabellen-11. reist das Team (ohne mich) nun am 31.08. nach Krefeld zum Bundesliga-Finale und dort sollten wir anschließend den Nichtabstieg feiern können.

Für mich persönlich war Schliersee nicht ganz so Erfolg versprechend, weil ich im Schwimmen keiner größeren Gruppe folgen konnte und somit fast den gesamten Wettkampf über in Florian Greckl (Landshut) nur einen Begleiter hatte, während vorne in den großen Gruppen die Post abging. Der Wettkampf am 9. August in Kulmbach wird dann zeigen, ob ich auf dem Rad derzeit außer Form bin oder - wie ich hoffe und denke - ob die Gründe für den deutlichen Rückstand auf dem Rad in der nicht-vorhandenen Gruppe liegen, in der man sich in der Regel doch deutlich schneller fortbewegen kann.

Zeitgleich zu unserem Bundesliga-Wettkampf am Schliersee konnte unsere zweite Mannschaft übrigens am Schluchsee den Aufstieg in die zweite Liga Baden-Württemberg klar machen.


News vom 21.05.03
Es war vielleicht das härteste Rennen meiner Karriere. Eigentlich hasse ich diese Insel, aber da mir die extrem schwierige Strecke als einiger-massen guter Radfahrer entgegen kommt, liebe ich sie auch irgendwie. Zumindest kann ich das mit dem Abstand von drei Tagen nun wieder behaupten, im Wettkampf hätte man mich besser nicht danach gefragt. Aber der Reihe nach:

Schwimmen:
Entgegen vieler anderer Ironman-Rennen gibt es auf Lanzarote einen Land- und keinen Wasserstart. Da man zudem nach nur 160 Metern (wo das ganze Feld noch zusammen ist) nach links abbiegen muss, kam es zu Beginn zu einer ganz schlimmen Prügelei. Als "Profi" darf man in einer Linie ca. zehn Meter vor den Amateuren starten, was zur Folge hat, dass die Welle der Amateure bereits nach wenigen Metern von hinten angerollt kommt und die meisten da auch keine Anstalten machen, mal eine Sekunde langsamer zu schwimmen, um allen das Leben deutlich zu erleichtern. Mit dem Wissen, dass ein solcher Wettkampf knappe zehn Stunden dauern wird, könnte man auf solch einen Gedanken schon mal kommen.....Glücklicherweise habe ich mittlerweile so viel Erfahrung, dass ich mit einer solchen Situation umgehen kann. Nach ca. 500 Metern wird die erste Disziplin ihrem Namen gerecht, jetzt kann man unsere Aktivität Schwimmen nennen. Ich fühle mich besser als erwartet, Schwimmen habe ich kaum trainiert und trotzdem bin ich bereits nach weniger als 56 Minuten als ca. 60. wieder an Land - für die dieses Mal nicht zu kurze Strecke von 3800 Metern sehr ordentlich für mich.

Rad fahren:
Nach einem wie immer recht langsamen Wechsel mache ich auf dem Rad erstmal richtig Druck. Die Rückenwindpassage am Anfang des Radkur-ses, der praktisch einmal um die Insel führt, nutze ich und mache von Minute zu Minute Plätze gut. Der Tacho zeigt nicht selten 60 km/h an - da die Strecke zu Beginn recht flach ist, kann man sich die Stärke des Win-des sicherlich vorstellen. Dumm ist nur, dass der Wind bald auch von vorne kommen wird...... bei manchen Passagen meint man, gar nicht mehr voran zu kommen. Hinzu kommen 2551 Höhenmeter und holprige Straßen, die das Rennen zur Hölle werden lassen. Das Schlimmste für mich ist jedoch folgendes: Bereits nach ca. 50 Kilometern habe ich mich auf den 20. Platz vorgearbeitet - bis ins Radziel sehe ich ab diesem Zeitpunkt nur noch 3(!) Athleten. Mit dem Belgier Gerrit Schellens, der mit einem unglaublichen 2:44-Marathon am Ende noch bis auf den 4. Platz vorläuft, tausche ich ca. 10 Kilometer lang ständig die Führung, bis ich ihn ziehen lassen muss. Ebenso überholt mich gegen Ende der Spanier Jordi Alsina, dem ich nicht folgen kann. Und den Franzosen Biteaud kann ich noch ein- und überholen. Den Rest der Strecke verbringe ich alleine, und sehe auch an den langen Anstiegen vor mir niemanden mehr, zu dem man sich vielleicht hinarbeiten könnte - sehr zermürbend und lang-weilig. Trotzdem gelingt es mir, ohne größeren Einbruch durchzukommen, als 19. wechsle ich mein Rad gegen die Laufschuhe.

Laufen:
Der Marathon ist lang und es kann sehr viel passieren, deshalb laufe ich von Beginn an mein Tempo und lasse mich auch von den zunächst schnelleren Läufern nicht beeindrucken. "Die hole ich mir schon noch zurück", denke ich mir. Entgegen der Radstrecke ist auf der Laufstrecke die Hölle los. Mitten im Ferienort Puerto del Carmen ist eine wellige und windige Wendepunktstrecke viermal zu durchlaufen - die Stimmung ist klasse. Dementsprechend fühle ich mich auch, von einer Müdigkeit der zehrenden Radstrecke ist nichts zu spüren. Erst anfangs der dritten Runde, als ich wegen eines großen (!) menschlichen Bedürfnisses mal kurz anhalten muss, kommt mein Rhythmus durcheinander. Auf einmal ist es mir auch egal, ob ich nun am Ende 17. oder 18. werde. Dies ändert sich erst, als ich einen Bekannten (Karsten Mayor) überrunde, der mit seinem Rennen bereits psychisch abgeschlossen hat und nun für mich arbeitet. Er gibt mir haargenau das Tempo vor, das ich gerade noch so laufen kann. Ab diesem Zeitpunkt erlebe ich meinen zweiten Frühling, die letzte Runde laufe ich wie im Rausch. Nach und nach schiebe ich mich immer weiter nach vorne, mit der achtschnellsten Laufzeit, gleichzeitig neuer persönlicher Bestleistung (3:04 Stunden), der fast 700 Starter gelingt es mir noch, bis auf den 11. Platz vorzurücken.

Fazit:
Der Wettkampf lief für mich persönlich super. Einziger Wermutstropfen war mal wieder, dass ich so knapp an den Preisgeldrängen vorbeige-schrammt bin und ohne mein Motivationsloch bei Laufen vielleicht noch mehr drin gewesen wäre. Etwas Verwirrung gab es noch, weil ich auf den meisten Ergebnislisten zunächst als 10. geführt wurde. Dies liegt daran, dass der Belgier Alain Vervoort (9.) am Morgen vergessen hatte, über die Zeiterfassungsmatten zu gehen. Da er aber den Wettkampf voll und ganz bestritten hatte, ist er 9., Siegi Ferstl 10. und ich 11.

Teamkollegen:
Mein Zimmerpartner Martin Schmidtke machte einen super Wettkampf, hatte aber das Pech, dass ihm auf der Radstrecke am Berg die Kette riss und er 45 Minuten (!) auf den Materialwagen warten musste, der ihm den Schaden behob. Mit einem Super-Marathon (3:09) lief er nochmal bis auf Platz 58 nach vorne, für die Hawaii-Qualifikation in der Altersklasse 30-34 Jahre fehlten am Schluss aber ärgerliche 5 Minuten.
Dagegen hat es Dennis van Wickeren in der AK 25-29 geschafft. Als erster Nachrücker, nach gutem Wettkampf, bei dem er erst am Ende des Rennens etwas dem Tempo zuvor Tribut zollen musste, wird er im Okto-ber Alex Taubert und Mika Luoto nach Hawaii begleiten.
Für mich gab es keinen Hawaii-Startplatz, allerdings hatte ich es darauf auch nicht angelegt. Ungewöhnlich war aber, dass fast sämtliche quali-fizierten Athleten ihren Platz wahrnahmen und deshalb fast keine Nach-rücker zum Zuge kamen. (Ergebnisse)


News vom 12.05.03
Morgen früh geht mein Flieger in Richtung erster Jahreshöhepunkt - am kommenden Samstag findet auf Lanzarote der Ironman Canarias über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer Laufen statt und ich habe mich bestens auf diesen Wettkampf vorbereitet. Nach sieben Wochen hartem Training genießen seit Samstag Erholung und Schlaf die höchste Priorität. Wenn alles gut läuft, erhoffe ich mir eine Platzierung um Platz zehn, im Vorjahr wurde ich 12. bei knapp 800 Teilnehmern. Sorge bereitet mir derzeit nur eine Erkältung, die ich mir die letzten Tage eingefangen habe und hoffentlich bis zum Wettkampftag in den Griff bekomme. Ob es während des Rennens einen Live-Ticker gibt, weiß ich nicht. Versucht es einfach mal auf der Homepage des Ironman Lanzarote oder auf der Homepage des Ironman Hawaii.


News vom 05.05.03
Lange habe ich darauf warten müssen, aber jetzt hat es auch in Offen-bach/ Queich geklappt: Nach einmal Platz fünf und zweimal Platz zwei in den Vorjahren stehe ich in der Ergebnisliste des Jahres 2003 endlich ganz oben. Erstmals wurde der Duathlon über die Distanz 10-40-5 Kilometer (statt 7-40-3,5) ausgetragen und ich wollte schon zu Beginn das Heft in die Hand nehmen. Zusammen mit meinem Trainingspartner Philipp Gut (Eppelheim) kontrollierte ich das Feld und nur Sven-Martin Voß (LC Bad Dürkheim) und Harald Feierabend (TV Forst) konnten folgen. Als Erster erreichte ich nach 33,37 Minuten die erste Wechsel-zone, legte wie immer einen katastrophalen Wechsel hin und stieg dann gemeinsam mit meinen drei Laufbegleitern aufs Rad. Am Anfang der dritten von vier Runden forcierte ich dann das Tempo, konnte mich von allen Verfolgern lösen und kam mit 2,04 Minuten Vorsprung auf Philipp Gut in die Wechselzone Rad-Lauf.

Beim letzten Lauf ließ ich es etwas ruhiger angehen und kam schließlich nach 1:52,04 mit einem 51-Sekunden-Polster als Erster ins Ziel. Etwas traurig musste ich bei der Siegerehrung feststellen, dass es in diesem Jahr keine Gemüsekörbe zu gewinnen gab, aber die zwei gewonnenen Campingstühle werden mich darüber hinweg trösten. Schade ist auch, dass es für den Zweitplatzierten als Preis lediglich noch drei Pakete Nu-deln gab. Aber für das Startgeld von 12 Euro lohnt es sich allemal, im nächsten Jahr ein fünftes Mal in die Pfalz zu fahren. (Ergebnisse)


News vom 05.05.03
Seit heute bin ich stolzer Besitzer des Titanrahmens Tiphoon, den mir mein Sponsor Quintana Roo für das Jahr 2003 zur Verfügung stellt. Wenn es mit dem Aufbau des Rades rechtzeitig klappt, werde ich be-reits am Sonntag beim Duathlon in Offenbach/Queich mit der neuen Rennmaschine an den Start gehen. Spätestens darf man sie bei meinem ersten Ironman im Jahr 2003 Mitte Mai bewundern.


News vom 07.03.03
In der nächsten Woche werde ich mich nochmals ausgiebig meiner letzten Prüfung an der Uni widmen, bevor ich dann am 19.03. ins Trainingslager fliege. U.a. mit Duathlon-Bundestrainer Ralf Wodopia und dem Eppelheimer Philipp Gut werde ich mich im südspanischen Sevilla fünf Wochen lang auf die Saison 2003 vorbereiten


News vom 07.03.03
Leider gab es in den letzten Wochen einige Probleme mit dem Kontakt-formular, so dass mich eure Emails nicht erreicht haben. Sorry! Bitte schreibt ggf. ein weiteres Mal.
Ebenfalls kamen Beschwerden über lange Ladezeiten der Site. Diese treten nur bei der Adresse www.matthias-heim.de auf. Deshalb in Zukunft am besten die URL www.trizeit.de verwenden.


News vom 09.02.2003
Bei der Rheinzaberner Winterlaufserie feiert Matthias Heim einen gelun-genen Einstand in die Saison 2003. Auf amtlich vermessener Strecke erreicht der 26-Jährige über 20 km eine Zeit von 1:08,24 Stunden (Durchgangszeit 10 km: 34,10) und belegt in einem hochkarätigen Starterfeld den achten Rang. Sein Trainingspartner Patrick Klein wird nach 1:06,27 guter Vierter und belegt in der Gesamtwertung der drei Läufe über 10, 15 und 20 km den zweiten Platz hinter Namensvetter Klaus Klein (LAZ Zweibrücken). Für Matthias Heim war der abschließende 20-Kilometer-Lauf das einzige Rennen in dieser Serie.
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After working hard for many weeks you can now visit my new homepage. The address for this site is www.trizeit.de and I am really looking forward to reading your entries in my guestbook ("Gästebuch"). I am sorry that this homepage is only available in German at the moment but if you have any questions feel free to drop me a line. Thanks to section K7 and Christian Land from my main sponsor MVV Energie AG and all other people who are involved in this site.
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Despues de trabajar muy intensivo desde hace muchas semanas mi pagina propia en el internet (www.trizeit.de) ahora esta hecho y espero con ilusion tus inscripciones en el album de visitantes ("Gästebuch"). Desgraciadamente esta pagina solamente esta disponible en aleman actualmente pero puede contactarme cuando quedan preguntas. Gracias a K7 y Christian Land de mi esponsor mayor MVV Energie AG y todas las personas que toman parte en esta pagina.